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Spielbericht

Eisbären verschenken Punkte

Der EHC Eisbären Berlin verlor im letzten Spiel des Jahres 2017 in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena gegen die Düsseldorfer EG mit 2:3.

 

Vor der Begegnung wurde Billy Flynn nach 22jähriger Tätigkeit bei den Eisbären feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Auf dem Eis versuchten die Gäste aus Düsseldorf von Anfang an durch eine kompakte Spielweise in der neutralen Zone das Aufbauspiel der Eisbären zu stören. Aber immer, wenn der EHC Tempo in sein Spiel bekam, gelang es, Lücken in die DEG-Formation zu reißen. So hatte Daniel Fischbuch bereits zu Beginn einen Alleingang, den er vergab. Auch im Powerplay erarbeiteten sich die Eisbären einige gute Chancen, scheiterten aber an Daniel Bakala im DEG-Tor. In der 14. Minute war es dann soweit. Louis-Marc Aubry bediente Marcel Noebels zentral vor dem Tor, der flach zum 1:0 einschoss. Kurz vor der Pause hatte Sven Ziegler seinen großen Auftritt. Er stürmte mit viel Geschwindigkeit ins Angriffsdrittel. Der erste Versuch zischte noch knapp über das Tor. Der zweite ein paar Sekunden später landete zum 2:0 unter der Latte (19.).

Im Mitteldrittel begannen die Eisbären vermehrt, ihre Torchancen liegen zu lassen. Beispielsweise schafften es die Eisbären nicht, nach einem Fehler Daniel Bakalas, den Puck ins leere Tor zu schießen. In der Mitte des Spiels führte eine dubiose Strafzeit quasi zu einem Bruch im Eisbärenspiel. Sean Backman wurde von Kevin Marshall an der Bande mit einer rüden Aktion niedergestreckt. Zum Glück verletzte sich Sean Backman nicht. Aber die Revancheaktion wurde mit 2 + 10 Minuten bestraft. Kevin Marshall durfte unbehelligt weiterspielen. Im Anschluss daran gingen nicht mehr alle Eisbären-Spieler konsequent in die Zweikämpfe. Auch in der Defensive ließ der EHC den Gästen ein paar Zentimeter zu viel Raum und einen Tick zu lange Zeit, die Scheibe zu kontrollieren. In der 35. Minute gelang Spencer Machacek auch noch mit einem Glücksschuss der 2:1-Anschluss. Kurz darauf hätte Alexander Barta sogar mit einem Alleingang den Ausgleich erzielen können, wenn nicht EHC-Goalie Marvin Cüpper die Nerven behalten hätte. Louis-Marc Aubry versäumte es unmittelbar vor der Pause in einer 2 auf 1 Situation das dritte Eisbärentor zu schießen.

Im Schlussabschnitt ließ der EHC den Gästen weiterhin zu viel Raum und Zeit. Außerdem trafen sie trotz größter Gelegenheiten das Tor einfach nicht mehr. James Sheppard allein hätte locker drei Tore schießen müssen. Auch Louis-Marc Aubry vergab aussichtsreich. So nahm das Spiel einen für die Eisbären unerwünschten Verlauf. In der 46. Minute schaffte zunächst John Henrion den Ausgleich. Als dann die Eisbären in der 54. Minute in einen Konter liefen und in der Rückwärtsbewegung auch noch Stellungsfehler hinzukamen, brauchte Manuel Strodel nur noch den Schläger in einen Pass Eduard Lewandowski hineinhalten. Plötzlich hieß es 2:3. Bis zur Schlusssirene gelang es den Eisbären auch nicht mehr, das Ergebnis zu korrigieren.

TORE:

13:07 1:0 Noebels (Aubry, Wissmann)

18:59 2:0 Ziegler (DuPont)

34:42 2:1 Machacek (Burlon, Kammerer)

45:37 2:2 Henrion (Picard)

53:05 2:3 Strodel (Lewandowski)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 10 + 10' Disziplinarstrafe (Backman)
12

DIE DREI BESTEN:

1. Henrion (1 Tor)  - Düsseldorfer EG (#16)

2. Ziegler (1 Tor)  - EHC Eisbären Berlin (#52)

3. Bakala (30 von 32 Schüssen gehalten)  - Düsseldorfer EG (#34)

 

ZUSCHAUER: 14.200 (ausverkauft)

 

 

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