Deutscher Meister      2005  ·  2006  ·  2008  ·  2009  ·  2011  ·  2012  ·  2013                             Deutscher Pokalsieger      2008                              European Trophy      2010

Spielbericht

Eisbären ringen München zwei Punkte ab

Der EHC Eisbären Berlin gewann vor 11.261 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gegen Titelverteidiger EHC Red Bull München mit 5:4 nach Penaltyschießen.

 

Die Zuschauer bekamen ein in allen Belangen rassiges Spiel zu sehen. In der 3. Minute landete ein schneller Spielaufbau bei Sean Backman, der einen Gegenspieler und Gästetorwart David Leggio austanzte und zum 1:0 einschob. Das Spiel wogte hin und her. In der 7. Minute bescherte ein Abwehrfehler Mads Christensen einen Puckgewinn. Als er auch noch EHC-Goalie Petri Vehanen überwand, hieß es 1:1. Die Gäste schienen mit so viel Gegenwehr nicht gerechnet zu haben. Denn anders war deren rapides Auftreten nicht zu erklären. Konsequenzen durch die Unparteiischen? Fehlanzeige. Der Höhepunkt war in der 17. Minute, als sich Steven Pinizzotto Jonas Müller vornahm. Obwohl sich Jonas Müller kaum wehrte und im Gegensatz zu Pinizzotto die Handschuh anbehielt, wurden beide Spieler mit dem gleichen Strafmaß belegt!?

Temperamentvoll blieb es auch im Mittelabschnitt. Zunächst schlug jedoch das harmlose Powerplay der Eisbären zu. Nicht nur, dass offensiv keine Akzente gesetzt wurden, nun gesellte sich auch noch ein haarsträubender Aufbaufehler hinzu. Michael Wolf schloss den Konter mit der Gästeführung ab (23.). Das harte Einsteigen der Gäste gegen den Torwart brachte Petri Vehanen auf die Palme. Nach Stockschlag und anschließendem Handgemenge spielten die Eisbären in Unterzahl. Petri Vehanen leitete den Tempogegenstoß ein. Über Marcel Noebels gelangte der Puck zu Frank Hördler, der mit einem Schuss ins lange Eck das 2:2 erzielte (31.). Vier Minuten später nutzte der EHC eine Nachlässigkeit der Münchener. Marcel Noebels überwand David Leggio zum 3:2. Leider machte inkonsequentes Abwehrverhalten der Hausherren eine gute Minute später die Führung wieder zunichte. Brooks Macek bedankte sich mit dem 3:3-Pausenstand.

Im Schlussdrittel suchten die Eisbären die Entscheidung und spielten deutlich aktiver als die Gäste. Doch die Münchener blieben trotzdem mit ihrem schnellen Kombinationsspiel stets gefährlich. In der 48. Minute nutzte Derek Joslin ein Powerplay der Gäste zur erneuten Führung von Red Bull. Aber die Eisbären gaben einfach nicht auf. Unermüdlich trugen sie die Scheibe in Richtung Gästetor. In der 54. Minute folgte endlich die Belohnung. Marcel Noebels beförderte den Puck aus der Luft zum umjubelten 4:4 ins Tor. In der Verlängerung besaßen die Eisbären die größeren Möglichkeiten. Höhepunkt war ein Lattentreffer von Jamie MacQueen. Im entscheidenden Penaltyschießen traf nur Keith Aucoin für die Gäste, für die Eisbären dagegen waren Martin Buchwieser und Micki DuPont erfolgreich. So ergatterten die Eisbären einen zweiten Punkt am heutigen Abend.

TORE:

02:30 1:0 Backman (Buchwieser)

06:06 1:1 Christensen (Mauer, Kahun)

22:11 1:2 Wolf (Hager) (in Unterzahl)

30:00 2:2 Hördler (Noebels, Vehanen) (in Unterzahl)

34:17 3:2 Noebels (Busch)

35:44 3:3 Macek (Aucoin, Boyle)

47:18 3:4 Joslin (Pinizzotto, Macek) (im Powerplay)

53:07 4:4 Noebels (Fischbuch, Busch)

Penaltyschießen:

EHC Eisbären Berlin:        Sheppard (gehalten), Buchwieser (Tor), DuPont (Tor)

EHC Red Bull München:    Kahun (gehalten), Aucoin (Tor), Macek (gehalten)

STRAFMINUTEN:

EHC Eisbären Berlin 24 + 10' Disziplinarstrafe (Müller)
12 + 10' Disziplinarstrafe (Pinizzotto)

DIE DREI BESTEN:

1. Noebels (2 Tore, 1 Assist)  - EHC Eisbären Berlin (#92)

2. Macek (1 Tor, 1 Assist)  - EHC Red Bull München (#17)

3. Busch (2 Assists)  - EHC Eisbären Berlin (#26)

 

ZUSCHAUER: 11.261

 

 

Zurück